Chiemsee 17.09.2018

Heute geht es nach Bad Reichenhall. Dort wollen wir die Saline besuchen und auf den Predigtstuhl hoch.

Die Alte Saline ist eine ehemalige Saline in Bad Reichenhall, die nach Plänen von Joseph Daniel Ohlmüller und Friedrich von Schenk errichtet wurde. In ihr wurde von 1844 bis 1929 aus Sole das „Reichenhaller Salz“ hergestellt. Die Alte Saline ist ein Industriedenkmal und steht unter Denkmalschutz.

Die Anlage bildet zudem den Kern des Ensembles Alte Saline, der Ensembleschutz umfasst neben der Alten Saline auch die Salinenstraße, den Beamtenstock, den Oberen und Unteren Lindenplatz sowie den Feuerwachturm auf dem Gruttenstein.

Die Alte Saline steht im Zentrum von Bad Reichenhall am Fuße des Gruttensteins, direkt an den Solequellen. Aus diesen wurde bereits in prähistorischer, römischer und mittelalterlicher Zeit Salz gewonnen. Beim Aushub des Fundamentes wurde eine prähistorische Brunnfassung sowie eine Lappenaxt aus der Bronzezeit entdeckt. Dies sind klare Beweise für das Wissen vorgeschichtlicher Siedler um den Wert der Solequellen.

 

Die Salzerzeugung war in der Stadt über Jahrhunderte hinweg einem stetigen Wandel unterworfen, der politischen, technischen oder natürlichen Ursprungs war. Der letzte große Einschnitt für die Salzproduktion in Bad Reichenhall war der große Stadtbrand von 1834. Damals wurde die Saline samt Verwaltungsgebäuden, Südhäusern und unzähligen weiteren Einrichtungen in einer Nacht vernichtet. Trotz der großen Schäden wurde die Salzproduktion wenige Tage später in improvisierten Sudhütten wieder aufgenommen. Auf der Soleleitung, die seit 1619 in Betrieb war, ruhte in dieser Zeit das Hauptaugenmerk. Bereits zwei Tage nach dem Ende des Brandes, am 11. November 1834, floss wieder Reichenhaller Sole durch die hölzernen Deicheln zu den Filialsalinen in Traunstein und Rosenheim, die in der Folge die Hauptlast der bayerischen Salzproduktion tragen mussten.

Im Gegensatz zur abgebrannten Saline sollte der Neubau nach dem Willen von König Ludwig I.einem großzügigen geometrischen Plan entsprechen. Um auch die nötigen Sicherheitsabstände zu anderen Häusern der Stadt zu gewährleisten, mussten insgesamt 51 „Brandstätten“ (Hausgrundstücke) erworben werden. Im Frühjahr 1836 begann man mit der Errichtung des Verwaltungsgebäudes, des so genannten Beamtenstocks, unter der Leitung des Hofarchitekten Friedrich von Gärtner.

1838 erfolgte die Grundsteinlegung des Hauptbrunnhauses. Die Pläne für die Saline stammen von Joseph Daniel Ohlmüller sowie dem Generaladministrator der bayerischen Salinen, Friedrich von Schenk. Das erste Sudhaus am Unteren Lindenplatz nahm 1844 den Betrieb auf, das letzte Sudhaus Nr. 4 am Oberen Lindenplatz erst 1851.

Nach der Führung in der doch recht kalten Saline, gingen wir zur Altstadt. Wer niChat im Cafe Reber war, der war auch nicht in Bad Reichenhall.

 

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