09.05.2018 Aviemore – Inverness – Loch Ness

Heute gehts nach Aviemore/Nethy Bridge/Grantown –  Inverness –  Loch Ness –  Westküste (ca. 170 km)

Frühstück um halb acht, diesmal nicht ganz so früh. Leider konnten wir nicht ausschlafen, weil der Boden im Hotel so knarzte, dass wir schon früh geweckt wurden. Endlich erreichen wir gegen 17:30 Uhr unser Zielhotel, das MGM in Dalmally. Das war schon ein anstrengender Tag. Als Belohnung haben wir so ein geiles Zimmer bekommen. Aber jetzt von vorne:

Abfahrt um 09:00 Uhr. Unser erstes Ziel war Inverness. 

Inverness [ˌɪnvərˈnɛs] (gälisch: Inbhir Nis [iɲɪɾʲˈniʃ] = Mündung des Ness) ist die Hauptstadt des schottischen Verwaltungsbezirks Highlandund besitzt seit Dezember 2000 als einzige Stadt des Bezirks den Status einer „City“. Die Stadt liegt an der Mündung des Flusses Ness in den Moray Firth (gälisch: inver = „Mündung“). Es ist die nördlichste „City“ im Vereinigten Königreich.

Der Ort und seine Umgebung sind geschichtsträchtig. Auf der Burg von Inverness regierte im 11. Jahrhundert Macbeth, wenngleich nicht so grausam wie von William Shakespeare geschildert. Anstelle seiner Burg steht seit dem 19. Jahrhundert ein repräsentatives Burgschloss auf dem Hügel. Der durch das Great Glen und damit durch Loch Ness führende Kaledonische Kanal (Caledonian Canal) verläuft diagonal durch Inverness-shire und hat in der Stadt seinen östlichen Zugang.

Wenige Kilometer östlich liegt das Schlachtfeld von Culloden, wo 1746 die letzte Schlacht der Jakobiten gegen die britischen Regierungstruppen mit einer verheerenden Niederlage der Jakobiten endete. In der Nähe liegen die Clava Cairns.

Weiter gehts nach Urquhart Castle, das ist eine am Loch Ness gelegene Burgruine. Der nächstgelegene Ort ist das etwa 2,7 km entfernte Drumnadrochit.

 

Man nähert sich der Burg von Westen her über eine sanft abfallende Wiese. Die ehemalige Zugbrücke A (heute eine feste Konstruktion) überspannt einen bis zu 30 Meter breiten und bis zu 5 Meter tiefen Graben. Die Burg betritt man durch das Torhaus B, einen von zwei Rundtürmen geschützten Durchgang. Diese Türme beinhalteten ehemals die Wachstuben, eine Gefängniszelle sowie die Mechanismen zum Heben und Senken der Zugbrücke.

Wendet man sich nach dem Betreten der Burg nach rechts, erreicht man den upper bailey, den oberen Burghof J. Dieser ist der älteste und zugleich der am höchsten auf dem Felsen liegende Teil der Anlage, hier wurden bei Ausgrabungen auch die meisten keltischen Artefakte gefunden. Nur noch Ruinen der Fundamente zeugen von den ehemaligen Gebäuden K; bei den meisten dieser Räume konnte ihre Nutzung bis heute nicht eindeutig ermittelt werden. Ein rundes Fundament L kann jedoch als gemauerter Taubenturm identifiziert werden, ein weiterer Bereich M wurde als Schmiede identifiziert. Den Übergang zwischen oberem und unterem Burghof bildet, gegenüber dem Torhaus liegend, das Wassertor I mit Zugang zum Loch Ness.

Der nether bailey, der untere Burghof C gewährt Zugang zu den anderen Gebäuden der Burg, die später errichtet wurden und zu großen Teilen auch besser erhalten sind. Beherrscht wird der Burghof jedoch von einem kleinen Hügel, auf dem die Fundamente einer ehemaligen Kapelle D zu finden sind. Rechter Hand liegen die Überreste der „Großen Halle“ G und H, hier waren auch die Küche sowie Unterkünfte für den Burgherren und seine Gäste zu finden.

Der am besten erhaltene Teil der Burg wurde auch am längsten benutzt, er wird im Englischen inner close und im Deutschen gelegentlich Zitadelle genannt. Er besteht aus einem kleinen Torhaus mit zusätzlichen Räumen unbekannten Zwecks E sowie dem bergfriedartigen Tower house F. Dessen massives Fundament stammt aus dem 14. Jahrhundert, die darüber liegenden Etagen wurden erst nach 1509 errichtet.

Geschützt durch einen weiteren kleinen Burggraben betritt man diesen Turm in seiner ersten Etage, die einst eine einzige große Halle beinhaltete. Die darunter liegenden Kellergewölbe konnten nur von hier aus erreicht werden. In den zwei darüber liegenden Etagen waren Wohn- und Schlafräume zu finden, darunter auch das private Zimmer des Herren der Burg. Große Kamine und kleine Latrinen boten einen gewissen Komfort. Das oberste Stockwerk war militärisch ausgelegt, mit Wachstuben und Schlafräumen für die Soldaten sowie einigen Verteidigungserkern.

Urquhart Castle heute

Um 1930 erwarb ein Mr. Chewett die Ruine, heute verwaltet Historic Scotland die Anlage. Urquhart Castle ist ein beliebter Bestandteil von Schottland-Rundreisen, entsprechend gut besucht ist die Ruine. Zur Anlage gehören ein Busparkplatz sowie ein großes Besucherzentrum, das neben einem kleinen Museum auch über einen großen Souvenirverkauf, ein Informationskino sowie über ein Café verfügt. Die Anlage ist ganzjährig geöffnet. Die Ruine liegt direkt an der A82 und wird auch durch Linienbusse angefahren.

Durch das Glen Coe fahren wir weiter zu unserem Hotel.

Glen Coe (gälisch Gleann Comhann) ist ein Tal (glen) in den schottischen Highlands. Es liegt in der Council Area Highland und gehörte zuvor teilweise zur traditionellen Grafschaft Argyll. Einziges Dorf am Talausgang ist Glencoe, das nächstgelegene Unterzentrum ist Ballachulish. Der Fluss Coe mündet hier in die Meeresbucht Loch Leven, einen Seitenarm des Loch Linnhe. Der Glen Coe ist ein beliebtes Wander- und Skigebiet für Touristen. Ausgangspunkt für Besuche ist oft das nahegelegene Fort William, verbunden mit dem Glen Coe über die A82.